Waldtag
bei den IGELN am 18.02.2002
Gutgelaunt sitze ich am Frühstück- heute erwartet mich
ein ganz anderer Vormittag als sonst - ich habe Waldtag.
"Darfst
Du auch wirklich mit in den Wald?," fragen Pascal und Manuel
noch einmal nachdrücklich - " hast Du die Frau Kobus
gefragt, das musst Du, weil die Frau Kobus sagt Dir, ob es geht."
Ich kann alles bejahen, es ist mit den Erzieherinnen abgesprochen,
und ich freue mich - lange war ich nicht mehr dabei.
Um 8.30 Uhr ist Treffpunkt an der Bushaltestelle. Heute ist es
ausnahmsweise fast windstill und die Sonne strahlt vom blauen
Himmel. Wir schultern die Rucksäcke und marschieren zum Bauwagen.
Nach kurzem Freispiel ertönt das Glöckchen - Morgenkreis.
Die Kinder springen schnell herbei und wir machen einen großen
Kreis. Nun wird der Morgen mit schönen und fröhlichen
Liedern begrüßt, die auch mit Bewegung verbunden sind,
so dass uns schnell wann wird.
Nachdem
der Bollerwagen mit Werkzeugkisten, Wasserkanister und den Rucksäcken
der Kinder beladen ist brechen wir in Richtung Waldsofa Felix
auf. Den Weg dorthin nehmen die Kinder durch den Urwald. So haben
sie das Waldstück am Hang getauft, das parallel zum Weg verläuft.
Bald erreichen wir unser Ziel. Der Bollerwagen bleibt am Weg
stehen, jedes Kind holt seinen Rucksack; Werkzeugkoffer und Kanister
werden entladen. Dann geht's hinunter in den Wald. Man merkt wie
gut sich die Kinder auskennen, zuerst werden die Rucksäcke
am Rucksackbaum abgestellt und dann weiß auch - schon jeder
wo und was er gerne spielen möchte, was man darfund was nicht.
Einige Kinder holen sich Sägen aus dem Werkzeugkoffer, andere
Schaufeln, eine kleine Gruppe hat bereits damit begonnen Steimnehl
herzustellen, indem Steine aufeinander geschlagen und gerieben
werden. Diejenigen, die mit Taschenmessern schnitzen möchten,
sitzen aufs Waldsofa, wo sie von Frau Mayer beaufsichtigt werden.
Überhaupt haben die Erzieherinnen ihre Augen überall
und das ist gar nicht so einfach, aber die Kinder kennen auch
den erlaubten Radius und halten sich daran.
Gegen
10.30 Uhr heißt es dann "Vesperpause". Alle holen
die Handtücher aus ihren Rucksäcken und stellen sich
zum Händewaschen an. Mit Lavaerde die Hände fest einreiben,
gründlich abwaschen, abtrocknen und jetzt dürfen wir
es uns auf dem Waldsofa bequem machen. Wald macht hungrig. Die
Kinder essen eifrig und es ist fast still. Nur über meine
Thermoskanne müssen die Kinder lachen denn :" die ist
doch bestimmt schon alt," stimmt aber der Tee ist herrlich
warm und die Kinder finden dann auch, dass das am wichtigsten
ist.
Bei der Ruhe bietet es sich an, gleich im Anschluß eine
Lauscherunde zu machen - oh, was man da alles hören kaim,
verschiedene Vögel, Bäume rauschen und sogar die entfernte
B 10 ist zu hören. Frau Kobus hat noch eine Überraschung
- wir werden die Geschichte vom Blaubeerbär und vom Erdbeerbär
hören. Wieder ist es ganz still und wir lauschen gespannt
der Geschichte.
Nach
der Pause ist wieder Zeit zum spielen und wo könnte man besser
"Bäumchen wechsle dich" spielen, als im Wald. Ach
ist das ein Spaß , die Kinder sind flink und es gibt viel
zu lachen . Wer zu oft keinen gekennzeichneten Baum erwischt darf
ein Pfand abgeben und sich hinsetzen. Als nur noch Pascal und
Nick übrig sind geht es weiter mit dem Spiel "was soll
das Pfand in meiner Hand was soll derjenige tun?" Das ist
ein Spaß - die Kinder denken sich lustige Sachen aus und
jeder macht willig, was ihm aufgetragen wird. Ach, am liebsten
würden wir noch mal spielen, aber die Zeit drängt. Zwei
Kinder zählen noch nach ,ob alles in den Werkzeugkisten ist,
dann treten wir den Rückmarsch an. Die Kinder rennen nicht
mehr so wie am Anfang, man merkt, dass schon ein ganzer Vormittag
hinter uns liegt, aber Manuel schleppt trotzdem ein riesiges Holzstück
mit, das will er unbedingt nach Hause nehmen und die Kraft reicht
noch. Am Bauwasgen angekommen wird der Bollerwagen wieder verstaut
und wir machen den Schlusskreis mit Liedern . Dann geht's zur
Schranke , wo schon die Eltern warten.
Danke für den schönen Vormittag
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